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Zeltlager 2006

Nachstehend wird ein Bericht vom Sommerzeltlager 2006 in Friesoythe folgen. Bereits 2002 fand das Zeltlager auf dem Zeltplatz der Familie Preut statt. Trotz des eher regnerischen Wetters in diesem Zeltlager sind der Platz, die Umgebung und besonders die Gastfamilie bei den Leitern und den älteren Kindern in guter Erinnerung geblieben.

So gab es viele Fürsprecher dafür, ein weiteres Mal die Zelte in Friesoythe aufzuschlagen, und mit Sicherheit gibt es auch keinen Zeltlagerteilnehmer, der es im nach hinein als schlecht befunden hat.

In diesem Jahr hatten wir, da es unser Jubiläumslager war, die Mottos der letzten 10 Jahre auf die einzelnen Tage aufgeteilt.


Samstag, 22.07.:

Das Sommerzeltlager 2006 begann für die Kinder und Jugendlichen früh morgens beim Jugendheim in Altharen. Von hier aus sollten sie ab 9.00 Uhr, in drei Altersgruppen aufgeteilt, mit dem Fahrrad nach Friesoythe fahren. Aufgrund der heißen Witterung wurden auf dem Weg viele kleinere und auch einige größere Pausen eingelegt, bei denen die Kinder mit Eis, Getränken, Keksen und Kuchen aus dem Quappen Bulli heraus versorgt wurden. Die Speisen und Getränke wurden mit größter Sorgfalt vom Küchenteam, das in diesem Jahr zum 5. Mal am Zeltlager teilgenommen hat, zubereitet!

Um 16.00 Uhr konnte dann die erste Gruppe, die Wölflinge, und kurze Zeit später auch die anderen beiden Gruppen, von den Leitern begrüßt werden. Völlig erschöpft, aber trotzdem gut gelaunt, die schwere Etappe hinter sich gelassen zu haben, konnten sich Leiter und Kinder mit Kuchen und kühlen Getränken stärken, die wiederum von den Küchenfrauen und einigen fleißigen Leitern zubereitet worden waren. Anschließend wurden die einzelnen Gruppen ihren Zelten zugewiesen und von ihnen bezogen.

Nachdem sich alle Kinder zurecht gefunden hatten und sich auch bei den Jüngsten die Aufregung etwas gelegt hatte, bildete das gesamte Lager einen Kreis um den Bannermast.

Bei diesem alljährlichen Ritual stellen sich jedes Kind und jeder Leiter kurz vor; dies dient vor allen Dingen den Zeltlager-Debütanten, die weder die meisten Leiter und Kinder kennen, noch bei eben diesen bekannt sind.

Bis zum Abendessen wurden dann gruppenintern kleinere Kennenlernspiele veranstaltet und jedem Kind und jedem Leiter ein Namensschild mit Vornamen oder Spitznamen gebastelt. Zum Abschluss des erlebnisreichen Tages versammelte sich dann mit Einbruch der Dunkelheit das gesamte Zeltlager um das Lagerfeuer. Hier sollten die kleinen Wös die typischen Lieder kennen lernen und zum ersten Mal zur Nachtwache eingeteilt werden, bei der sie kurze Zeit später auch gleich das Banner vor einigen Überfallern verteidigen mussten.


Sonntag, 23.07.:

Pünktlich um 8.45 Uhr begann der 2. Zeltlagertag wie an jedem Morgen mit einem ausgewogenen Frühstück. Frische Brötchen und eine große Auswahl an Aufschnitt und Brotaufstrichen gehören genauso dazu wie frische Tomaten und Gurken. An diesem Morgen sollten die Kinder in verschiedenen Gruppen das Lager durch Lagerbauten wie einem Lagertor, Mülleimern, Wäscheleinen und Sitzgelegenheiten verschönern oder an anderen Workshops teilnehmen.Da uns das sommerliche Wetter nahezu das gesamte Zeltlager über begleitete, nutzten wir auch diesen Sommertag, um zum ersten Mal das nahe gelegene Freibad zu besuchen. Dort bot sich den Kindern und Leitern die Möglichkeit, sich abzukühlen und außerdem ihren Mut am 5 Meter-Sprungturm zu beweisen.


Montag, 24.07.:

Am Montagmorgen ging es mit dem Fahrrad zum alljährlichen Burgenspiel in den nahe gelegenen Wald. Dieses Zeltlagerspiel ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des Sommerzeltlagers geworden und erfreut sich jedes Jahr wieder einer riesigen Begeisterung. Bei diesem Spiel werden zwei Mannschaften mit allen Kindern und Leitern gebildet. Es gilt, das Banner der eigenen Mannschaft zu verstecken und zu verteidigen. Sieger ist die Mannschaft, die das gegnerische Banner ins eigene Lager bringt.

Nachdem sich alle Kinder und Leiter etwas erfrischt und beim Mittagessen gestärkt hatten, machte sich das ganze Zeltlager mit gepackten Schwimmsachen auf zur Foto-Rallye in die Friesoyther Innenstadt. Nachdem das Spiel beendet war, ging es wiederum ins Freibad. Nach diesem anstrengenden Tag legte sich das ein oder andere Kind mit Blick auf den nächsten Tag, an dem der Hajk stattfinden sollte (Der Hajk (auch Haik, Pfadfinderlauf, Haijk vom englischen Hike - "Wandern") ist eine aus schwedischer Pfadfinderbewegung kommende Art des Orientierungslaufes, die von Jugendgruppen als Teil der pädagogischen Methode übernommen wurde), frühzeitig schlafen.


Dienstag, 25.07.:

Mit gepackten Rucksäcken, in denen Lunchpakete und ausreichend Getränke für den folgenden Tag verstaut wurden, ging es stufenintern los. Nun schlug sich jede Gruppe querfeldein durch Bäche, Mais- und Kornfelder zu dem jeweiligen Nachtquartier durch. Beim Hajk sind die Gruppen auf sich selbst gestellt und müssen sich auch selbst versorgen. Daher hatten die Kinder und Leiter auch die Aufgabe, bei Häusern die den Weg säumten, nach Zutaten zu fragen, um am Abend ein Essen zubereiten zu können.


Mittwoch, 26.07.:

Nachdem alle Gruppen wieder ins Lager zurückgekehrt waren, kam es zu einer Wasserschlacht, an der alle Kinder, Leiter und Küchenfrauen freiwillig oder auch unfreiwillig beteiligt waren. Neben dem Pool blieb auch die Soeste, die neben dem Zeltplatz fließt, dem einen oder anderen Kind und Leiter nicht erspart. Der Pool wurde durch die Wasserschlacht offiziell eingeweiht. Aufgrund des hervorragenden Wetters hatte wir uns dazu entschieden den Pool anzuschaffen, so dass die Kinder und Leiter sich auch auf dem Platz abkühlen konnten.

Um sich vernünftig vom Hajk erholen zu können, wurde beschlossen, erneut gemeinsam das Schwimmbad zu besuchen. Auf dem Weg dahin wurde den Kindern erstmals das diesjährige Zeltlager-Lied, das den Kindern unter "Döp Döp Döp" ein Begriff ist, vorgestellt, und anschließend auf dem Weg ins Schwimmbad mit Freude eingeübt.

Nach dem Abendessen spielten dann noch alle Kinder und Leiter gemeinsam "Schmuggler und Spione", um anschließend mit Einbruch der Dunkelheit den Tag am Lagerfeuer zu beenden.


Donnerstags, 27.07.:

An diesem Donnerstag sollte es wieder mit dem Fahrrad auf Tour gehen. Ziel war der nahe gelegene Tier- und Freizeitpark Thüle. So ging es wiederum mit einem Lunchpaket um halb zehn los, um so den ganzen restlichen Tag im Park verbringen zu können. Die Strecke konnte trotz kleinerer Fahrradpannen schnell bewältigt werden, so dass sich alle Kinder und Leiter eine halbe Stunde später im Park wieder zusammengefunden hatten. In mehreren zugeteilten Gruppen sollte nun der Tierpark erkundet werden. Hierbei musste von jeder Gruppe das Tierpark-Quiz gelöst werden, bei dem die Gewinner am Abend mit einem Gutschein belohnt werden sollten. Anschließend wurden dann in kleineren oder auch größeren Gruppen die Attraktionen wie die neue Bobkart-Bahn oder die Schifferschaukel ausprobiert. In der Schifferschaukel fand dieser Tag dann auch einen tollen Abschluss, denn dort wurden mit der gesamten "Reisegruppe Hamburg" Zeltlagerlieder gegrölt, bis die Gruppe nach einer halben Stunde freundlich gebeten wurde, die Schifferschaukel zu verlassen.

An diesem Abend stand nach dem besonderen Erlebnis "Tierpark Thüle" auch noch ein weiterer Zeltlager-Höhepunkt auf dem Programm, nämlich die Nachtwanderung. Die Kinder gingen zwar rechtzeitig schlafen, wurden jedoch kurze Zeit darauf schon wieder aus dem Schlaf gerissen und mit einer Geschichte auf die Nachtwanderung vorbereitet. Die Nachtwanderung ist gerade für die Zeltlager-Neulinge ein ganz besonderes Erlebnis, weil sie keine Vorstellung haben, was sie erwartet; aber auch die älteren Kinder haben trotz oder gerade wegen den Erfahrungen aus vergangenen Jahren, "großen Respekt" vor dem "Gruselgang".


Freitag, 28.07.:

Da das gesamte Zeltlager erst in den frühen Morgenstunden zum Schlafen gekommen war, durften am folgenden Morgen alle Kinder und Leiter ausschlafen und wurden ab 11 Uhr mit einem tollen Brunch begrüßt. Hier sollte den Küchenfrauen ein besonderes Lob ausgesprochen werden, da sie sich trotz der kurzen Nacht die Mühe gemacht hatten, den Brunch für alle Kinder und Leiter vorzubereiten. Für diesen Nachmittag hatten die Gruppenleiter Kanus ausgeliehen und alle durften mit diesen auf der Soeste fahren. Besonders schwierig war dieses Unterfangen, weil die Soeste mit Seerosen und Seetang überwuchert war; jedoch ließen sich die wenigsten von diesen Umständen abhalten, die Gegend zu erkunden. Anschließend besuchte das Zeltlager geschlossen das Freibad in Friesoythe um dort auszuspannen.

Bevor uns am Abend ein riesiger Überfall erwarten sollte, an dem unter anderem Freunde und Bekannte aus Haren, andere Pfadfinderstämme und Jugendliche aus Friesoythe beteiligt waren, veranstalteten die älteren Wö-Mädchen eine Lagerhochzeit. Beim späteren Überfall auf das Lager, gelang es den Überfallern trotz ihrer großen Anzahl nicht, dass Banner unbemerkt vom Platz zu bringen. Der Überfall auf das Lager konnte natürlich nicht ungestraft bleiben. Deshalb sorgten viele Kinder und Leiter dafür, dass der größte Teil der gefangen "genommenen Gäste" in der Soeste baden gehen durfte. Außerdem wurden dem einen oder anderen Bekannten auch einige Essensreste nicht vorenthalten.


Samstag, 29.07.:

Am letzten Zeltlagertag vor dem Jubiläum, den man gemeinsam mit den Eltern, Freunden und Bekannten feiern wollte, sollte es noch zu zwei weiteren besonderen Erlebnissen kommen.

Bei Ersterem handelte es sich um das immer wieder mit Freude erwartete Leitersuchspiel. Dabei verkleidet sich jeder Leiter. Dieses Jahr stand das Spiel unter dem Motto "Märchen". So wählte jede Leiter ein Märchen aus, und gestaltete sich dementsprechend. Gegen Mittag kehrten dann alle gemeinsam zum Lager zurück, um sich allesamt für den weiteren Höhepunkt, eine kurzfristig geplante sportliche Herausforderung, zu stärken. Das Zeltlager der St. Paulus-Gemeinde Meppen, welches zufällig in der Nähe war, hatte uns zu einem Fußballturnier aufgefordert. Dabei sollte es zu zwei Duellen kommen, zum einen zwischen den Kindern und zum Abschluss zwischen den Leitern. Vor dem Spiel und während der Anreise wurden die Zeltlagerteilnehmer erst einmal "heiß" gemacht. Alle übten Schlachtrufe ein, um die eigenen Mannschaften in beiden Spielen zu unterstützen. Trotz einer tollen Fanleistung gingen beide Spiele mehr oder weniger knapp verloren, wobei jedoch zu erwähnen ist, dass bei unseren Mannschaften das Motto "just for fun" groß geschrieben wurde. Nach dieser körperlichen Ertüchtigung ging es zu Fuß direkt ins Schwimmbad, um ein letztes Mal den Sprungturm zu nutzen und sich nach dem Kräfte raubenden Fußballspiel abzukühlen.
Zum Abschluss des Tages wurden noch einmal die typischen Zeltlager-Lieder gesungen, um diese am kommenden Jubiläumstag stolz den eigenen Eltern und auch den anderen Gästen vorführen zu können


Sonntag, 30.07.:

Auch am Jubiläumstag sollte uns das Wetter keinen Streich spielen. So konnten wir die Gäste ab 11.00 Uhr bei sonnigem Wetter in Friesoythe begrüßen. Für die Planung und Gestaltung dieses Tages hatten einige ehemalige und auch aktive Leiter in den letzten Monaten und Wochen viel Zeit investiert, und auch an diesem Morgen sollten alle Leiter bis 11 Uhr mit den Vorbereitungen und darüber hinaus mit der Durchführung beschäftigt sein.

Ab 11.00 Uhr konnten die ersten Eltern empfangen werden. Bis 12 Uhr war kein Programm vorgesehen, so dass die Kinder ihren Eltern das Lager auf eigene Faust zeigen konnten. Neben dem eigenen Zelt bzw. der eigenen Schlafjurte wurde den Eltern unter anderem auch die Jurtenburg und das Küchenzelt präsentiert. Um 12.00 Uhr versammelten sich dann alle Gäste sowie das gesamte Zeltlager um das Feuerstelle. Dort wollten die Kinder ihren Eltern einige Lieder, die man an den letzten acht Abenden gelernt bzw. aufgefrischt hatte, vorsingen und natürlich auch mit ihnen singen. Sichtlich beeindruckt gingen Leiter, Gäste, Kinder und Eltern ab 12.30 Uhr zum Mittagessen über. In einem riesigen Kreis um den Bannermast mit nahezu 300 Leuten wurde vor dem Essen wie vor jeder Mahlzeit im Zeltlager "gepiept". Anschließend wurden Suppe und Grillwürstchen ausgegeben.

Um 14 Uhr ging es weiter im Programm. Die Kinder und Leiter hatten sich auf die Show "Wetten Dass" geeinigt und diese zusammen vorbereitet. Neben interessanten und spannenden Wetten wurde auch ein für Kinder und Eltern aufschlussreiches Interview mit ehemaligen Leitern geführt, in denen diese über besondere Erinnerungen und ihre Motivation für das Pfadfinderdasein befragt wurden. Anschließend beendeten die Moderatoren die Show, bedankten sich bei allen Beteiligten und Gästen und entließen alle zu Kaffee und Kuchen. An dieser Stelle möchte sich das Zeltlager noch recht herzlich bei denjenigen Eltern bedanken, die sich bereit erklärt hatten, Kuchen zu stiften. Für die Bedienung hatten sich wiederum die Küchenfrauen und einige Eltern zur Verfügung gestellt.

Für die kleinen Gäste wurde eigens ein Stationslauf hergerichtet. Dort konnten sie in verschiedenen Bereichen ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. Außerdem wurde auf dem Zeltplatz eine Hüpfburg aufgestellt, die nicht nur den jüngeren Gästen große Freude bereitete.

Um 17 Uhr wollte man dann gemeinsam mit den Eltern und Gästen einen Gottesdienst feiern. Da aus terminlichen Gründen keine Möglichkeit bestand, einen Geistlichen aus der eigenen Gemeinde zu engagieren, hatten wir uns dazu entschlossen, den Gottesdienst in Friesoythe zu feiern. Als die Kinder und Leiter nach der Messe mit dem Fahrrad zurückkehren wollten, wurden sie von einem Wolkenbruch überrascht. Da dieser Wetterumschwung völlig überraschend kam, war das Lager nicht darauf vorbereitet. So kam es, dass die Zelte und Jurten weder geschlossen noch abgespannt waren. Der größte Teil der Kleidung - die Regensachen natürlich mit eingeschlossen - waren bereits von den Eltern mitgenommen worden; die Sachen, die den Kindern gelassen wurden, waren in den meisten Fällen auf der Wäscheleine zum Trocknen. Jedoch hatten wir Glück im Unglück. Ein größerer Teil der Leiterrunde war im Lager geblieben, um vor Einbruch der Dunkelheit einige Dinge im Lager abzubauen. So war es möglich, die Zelte und Jurten mehr oder weniger erfolgreich zu schließen und abzuspannen und Gräben zu schaufeln, so dass das Regenwasser nicht in die Zelte laufen konnte. Kurze Zeit später erreichten dann die ersten Kinder und Leiter das Lager - wie zu erwarten völlig durchnässt - weil sie keine Lust hatten, den Regen abzuwarten. Am Abend setzte sich dann aber wieder das sommerliche Wetter durch, das uns zuvor auch das gesamte Zeltlager begleitet hatte. So tat dieser Schauer der tollen Stimmung keinen Abbruch. Die Leiter und Kinder halfen sich gegenseitig mit Kleidung aus und am Lagerfeuer konnte sich jeder wieder trocknen und aufwärmen.

So fand das Zeltlager nach diesem erfolgreichen Jubiläumstag gemeinsam am Lagerfeuer einen tollen Abschluss.


Montag, 31.07.2006

Nachdem die Kinder und Leiter auch die letzte Nacht gut überstanden hatten, machten sich alle daran, die Zelte und Jurten abzubauen. Dafür waren die einzelnen Gruppen samt Leiter selbst verantwortlich. Zuerst wurden alle eigenen Sachen zusammengepackt; anschließend wurde das Zelt/die Jurte zusammen gerollt und verstaut. Zum Schluss mussten dann noch die Bodenplane der Weißzelte gesäubert werden, was sich als schwieriges Unterfangen erwies, weil den Wölflingen, allen voran den jüngsten Wö-Jungs, in den 10 Tagen Zeltlager das eine oder andere Malheur passiert war. Jedoch konnte auch diese Schwierigkeit gemeistert werden und so ging es dann um 11.00 Uhr mit einem Bus nach Hause. Vorher hatte sich das Lager jedoch ein letztes Mal in einem Kreis zusammengefunden. Nun bestand für jedes Kind, jeden Leiter und auch für die Küchenfrauen die Möglichkeit, das Zeltlager zu bewerten. Dazu standen drei Eimer bereit. Der erste Eimer war dabei voller Wasser, aus dem man dann mit dem Haferl Wasser herausschöpfen konnte. Dieses Wasser füllte man dann entweder in den Eimer, der für die positiven Sachen im Lager steht oder aber, falls man sich über etwas beschweren möchte oder einem etwas nicht so gut gefallen hat, in den Eimer für negative Kommentare.

Am Ende der Zeltlager-Reflexion wurde dann verglichen, wie die Teilnehmer das Lager befunden haben.

Dieses Jahr gab es eigentlich kaum etwas zu beanstanden, wie man dem Füllstand der Eimer entnehmen konnte. In den letzten Jahren war es in den meisten Fällen das zeitweise regnerische Wetter, das die Kinder als negativ empfunden hatten; umso erfreulicher war es, dass wir im Jubiläumszeltlager fast ausnahmslos mit gutem Wetter bedacht wurden.

Der einzige Wermutstropfen in diesem Jahr war die extreme Wespenplage; jedoch konnten sich die Kinder und Leiter auf die Kenntnis und die Fürsorge der Küchenfrauen verlassen und so sollten auch der ein oder andere Wespenstich der guten Laune keinen Abbruch tun. Bevor dann alle, bis auf der Nachtrupp, die Heimreise antraten, wollte sich das gesamte Lager gebührend bei der Gastfamilie Preut verabschieden. Da wir in allen Fällen und Situationen auf die Hilfe von Josef Preut und seiner Familie zurückgreifen konnten, konnte der Dank gar nicht groß genug ausfallen. Darüber hinaus wurde uns die Ehre zuteil, dass auch die Kinder der Familie am Zeltlagerleben teilgenommen haben. Allen voran Joseph "Joop" Preut hat für den ein oder anderen Spaß gesorgt und ist auch im nächsten Lager zusammen mit seinen Schwestern ein gern gesehener Gast. Traditionsgemäß wurde der gesamten Familie dann mit dem Lied "Flinke Hände, flinke Füße" gedankt. Zudem hat unser Vorsitzende Malte Quappen noch ein Geschenk überreicht.

Anschließend begann dann die Heimreise. Nachdem sich alle Leiter und Kinder voneinander verabschiedet hatten, setzte sich der Bus in Bewegung und entließ die Kinder in die restlichen Sommerferien. Das eine oder andere Kind und Leiter konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Für die Leiter begann nun der Nachtrupp, der erst drei Tage später zu Ende gehen sollte.

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